Here you will find an overview of all projects in the areas of employment promotion, the labour market and education.

Note: All project descriptions are published in the language in which they were submitted (English or German)

002: Förderung der Qualität in der Inklusiven Bildung in Jordanien - Promoting Quality in Inclusive Education in Jordan (Akronym der derzeit laufenden Phase: PROMISE; Akronym der Folgephase: PROMISE II)

Projektland: Jordanien

Projektregion: MENA Region

Sektoren: Bildung

Entwicklungsorganisation: GIZ

Partnerorganisationen: Gegenstand der Bewerbung für das RIE-Förderprogramm sind Maßnahmen der Folgephase von PROMISE (PROMISE II), die in 06/2023 beginnt. Da künftige Kooperationen bzw. deren Weiterführung im Rahmen einer Prüfmission in 09/2022 geprüft werden, können zu diesem Zeitpunkt nicht alle Partnerorganisationen und deren Rollen benannt werden.
Unter PROMISE II wird der Mehr-Ebenen-Ansatz seines Vorgängerprojekts fortgeführt, welcher die Makro- (v.a. Bildungs¬ministerium), Meso- (v.a. Distrikte/Schulämter) und Mikro-Ebene (Pilotschulen und -gemeinden) des jordanischen Bildungssystems miteinbezieht. Mit dem politischen Partner, dem Bildungsministerium, wird auf nationaler Politik- und Planungsebene zur koordinierten Entwicklung und Umsetzung des Bildungsstrategieplans 2018-2025 sowie 2026+, der 10-Jahresstrategie für Inklusive Bildung (IES) sowie seinem 3-Jahres-Aktionsplan zusammengearbeitet. Die nachgelagerte Partnerstruktur wird dabei unterstützt, inklusive Bildungsplanung und Schul¬entwicklung durch Mainstreaming sowie konkrete Maßnahmen voranzubringen, durch welche benachteiligte Schüler*innen mit besonderen Lernbedarfen eine öffentliche Schule besuchen können und die hierfür nötige Infrastruktur und förderlichen Rahmenbedingungen (qualifizierte Lehrkräfte, inklusive Lehrmaterialien und Schulkultur etc.) vorfinden. Der Fokus von PROMISE II wird auf der Zusammenarbeit mit Pilotschulen auf Mikro-Ebene liegen, deren Ansätze evidenzbasiert und verstärkt in Politik- und Handlungs¬empfehlungen auf Meso- und Makro-Ebene eingebracht werden sollen.
Zur Erreichung seines Ziels arbeitet PROMISE derzeit außerdem mit dem nationalen Hohen Rat für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Higher Council for the Rights of Persons with Disabilities – HCD) zur Umsetzung der IES, mit UNESCO im Bereich Systemstärkung und Kapazitätsentwicklung und mit GOPA Consulting im Bereich Informations- und Bewusstseinsbildung zusammen. Auch für die Folgephase werden Kooperationen mit nationalen und regionalen Akteuren wie dem HCD, Nicht-Regierungsorganisationen, Interessensvertretungen oder gemeindebasierte Organisationen für Menschen mit Behinderungen, besonderen Lernbedarfen und/oder die von Bildungsexklusion betroffen sind, Fortbildungsinstitutionen für Lehrkräfte, sowie UNESCO, UNICEF und wissenschaftlichen Institutionen bzw. Universitäten angestrebt.

 Implementierungszeitraum: PROMISE: 06/2019-05/2023; Folgephase PROMISE II: 06/2023-05/2027

Ziel und Hintergrund: Jordanien misst Bildung eine hohe Priorität bei und hat sich verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem einzuführen (siehe SDG 4, UNCRPD, IES). Trotz Willensbekundung mangelt es an institutionellen, organisatorischen und personellen Kapazitäten und finanziellen Ressourcen, um allen Kindern und Jugendlichen den gleichberechtigten Zugang zu einer inklusiven, hochwertigen Bildung zu ermöglichen. Neben der Unterfinanzierung und Überlastung des Bildungssystems stehen die Segregation innerhalb des Schulsystems sowie veraltete Lehrpläne/-materialien einer Inklusion entgegen. Benachteiligt sind u.a. syrische Flüchtlingskinder, die (wenn überhaupt) in Doppelschichtschulen mit verkürztem Stundenumfang getrennt von jordanischen Kindern unterrichtet werden. Auch Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten werden nicht ausreichend gefördert und sind Stigma und Diskriminierung ausgesetzt. Hervorzuheben sind ebenso die mangelhaften Lernleistungen von Schüler*innen in Jordanien, insbesondere von Jungen. Diese sind mitunter auf überlastete, nicht praxisnah ausgebildete und teils unmotivierte Lehrkräfte zurückzuführen, welche nicht adäquat auf individuelle Lernbedürfnisse eingehen.
Mit Blick auf diese Herausforderungen wirkt PROMISE II an einer Verbesserung der Voraussetzungen für die breitenwirksame Umsetzung eines inklusiven Bildungssystem (geplantes Modul-ziel). Als erste Unterstützer inklusiver Bildung nehmen Deutschland und PROMISE dabei eine Pionier- und Orientierungsrolle im jordanischen Kontext ein. Das Ziel der jordanischen Regierung, allen Kindern und Jugendlichen einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen, wird durch Kapazitätsaufbau auf Makro-, Meso- und Mikro-Ebene (siehe 6) unterstützt. PROMISE II führt dabei die Schwerpunkte der Zusammenarbeit von PROMISE fort: 1) Beratung des Bildungsministeriums; 2) Förderung von 60 Pilotschulen in 6 Schuldistrikten (30 PROMISE-Pilotschulen in 3 Schuldistrikten bestehen bereits); 3) Zielgruppenspezifische Trainings und Kapazitätsaufbau; 4) Begleitforschung und Sensibilisierungsmaßnahmen.
Die Zielgruppe des Projekts sind in Jordanien lebende Kinder und Jugendliche im Schulalter (Kindergarten bis Klasse 10), insbesondere diese, die von Bildungsexklusion betroffen sind. Erreicht werden diese durch die Zusammenarbeit mit Pilotschulen im Norden, Zentrum und Süden des Landes, inklusive in ländlichen, strukturarmen Gebieten mit Fokus auf Jungenschulen.

Maßnahmen für RIE: Mit Blick auf den Fokus der Folgephase besteht ein großes Interesse daran, den Schulansatz und konkrete Maßnahmen zur Förderung von inklusiver Bildung auf Mikro-Ebene evaluieren zu lassen. Diese zielen darauf ab, Schulgemeinden für Inklusion und Diversität zu sensibilisieren und Rahmen¬¬bedingungen für die Förderung von individuellen Lernbedürfnissen von Schüler*innen zu schaffen. Eine RIE könnte betrachten:
- Den übergeordneten „twin-track“ Ansatz des Projekts, der auf eine inklusive Schulentwicklung und Bildungsplanung durch Mainstreaming setzt sowie konkrete Maßnahmen zur adäquaten Förderung von Schüler*innen mit besonderen Lernbedarfen einführt.
- Das „self-assessment“ nach dem „Index of Inclusion”, durch welches jede Pilotschulgemeinde ihre Ressourcen, Barrieren und Prioritäten, inklusive Bildung umzusetzen, analysiert und geteilte Werte und Visionen definiert. Darauf aufbauend werden inklusive Schulaktionspläne und Maßnahmen zur Förderung inklusiver Bildung eingeführt. Durch diese selbstgeleiteten, partizipativen Prozesse soll eine inklusive Schulkultur als Grundlage für eine nachhaltige Schulentwicklung entstehen.
- Die Rolle von technischer Unterstützung und Mentoring in der Umsetzung der inklusiven Maßnahmen durch PROMISE II’s Schulkoordinator*innen und auf Schulamt- und Schulebene existierenden „Inclusive Education Support Teams“.
- Die von PROMISE in jedem Schuldistrikt aufgesetzten und unterstützten „community of practices“, durch welche sich Pilotschulen austauschen, voneinander lernen und idealerweise Veränderungen auf Praxis- und Politikebene initiieren können.
- Die von PROMISE II durchgeführten Interventionen auf individueller Ebene, wie Aktivitäten, die Schüler*innen zusammenbringen (z.B. durch Kunst/Sport), oder Trainings für Lehrkräfte, Schulleitungen und Eltern, welche die Umsetzung inklusiver Bildung fördern sollen (z.B. zum Management inklusiver Klassenzimmer/Schulen oder Kindesentwicklung).
- Das „Stretched and Adapted Readiness Programme”, welches frühkindliche Bildung fördert, um Kindern den Übergang in die Schule zu erleichtern.
- Die Nutzung und Wirkung der Beschaffung von speziellen Lernmaterialien und Equipment.
Die 60 Pilotschulen werden dabei durch das Projekt in Abstimmung mit dem Bildungsministerium nach umfassenden quantitativen und qualitativen Kriterien ausgewählt, die gerne geteilt werden können. Über jede Pilotschule erreicht das Projekt durchschnittlich 900 Schüler*innen.

Ablauf der Projektimplementierung: Da sich PROMISE II noch in Planung befindet, können derzeit keine konkreten Aussagen zum zeitlichen Ablauf der Projekt- und Maßnahmenimplementierung ab 06/2023 getroffen werden. Für die RIE sind ggfs. folgende Informationen relevant:
- PROMISE II wird weiterhin mit den bestehenden 30 Pilotschulen in 3 Distrikten aus PROMISE zusammenarbeiten und zusätzliche 30 Pilotschulen in 3 weiteren Distrikten auswählen. Mit Blick auf den beschriebenen „twin-track“ Ansatz bedeutet dies, dass Maßnahmen wie das „self-assessment“ in 30 Pilotschulen neu eingeführt werden, während bestehende Pilotschulen schon weiter in ihrem Prozess sind. 
- Da jede Pilotschule einen individuellen inklusiven Schulaktionsplan und Maßnahmen entwickelt, kann deren Implementierung und Unterstützungsbedarf zeitlich variieren. 
- PROMISE-initiierte Interventionen auf individueller Ebene sowie die Beschaffung von Lernmaterialien und Equipment sind normalerweise auf einen bestimmten Zeitraum angelegt, in dem entweder parallel in allen Pilotschulen oder sukzessiv nach Distrikten vorgegangen wird.
- Alle Pilotschulen werden fortlaufend bis zum Ende der Folgephase in 05/2027 von PROMISE II unterstützt. Schulbasierte Aktivitäten sind an das Schuljahr gebunden, welches von September bis Juni läuft. Im Monat des Ramadans wird, so möglich, weniger oder nicht implementiert.
- Während Ergebnisse, z.B. der Interventionen auf individueller Ebene oder durch die Beschaffung von Materialien und Equipment, direkt nach Durchführung der Maßnahme zu erwarten sind, sollte bedacht werden, dass ein Wandel in dem Denken und Handeln von Akteuren der Schulgemeinde sowie die Etablierung einer inklusiven Schulumgebung Zeit brauchen. Noch länger wird es brauchen, um die Wirkung von Maßnahmen auf Zielgruppenebene von Schüler*innen nachzuweisen. 

Forschungsfrage: Die Umsetzung inklusiver Bildung ist kein Luxus, sondern eine Pflicht. Dies wird international u.a. von Schlüsselinstrumenten wie den SDGs und der UNCRPD begründet. Dennoch fehlt es insbesondere im jordanischen Kontext an evidenzbasierten und konkreten Praxisansätzen, die nachweislich zur Förderung von Inklusion auf Schulebene beitragen. Da PROMISE und seine Folgephase eine wichtige Pionier- und Orientierungsfunktion für andere Geber und die jordanische Regierung einnehmen, ist es umso wichtiger, die Ansätze langfristig zu verankern, die nachweislich wirken. Eine RIE der Wirkungen von PROMISE II an 60 Pilotschulen kann innerhalb der Folgephase wichtige Hinweise auf effektive und skalierbare Maßnahmen geben, die wiederum in Politik- und Handlungsempfehlungen für den neuen jordanischen Bildungsstrategieplan 2026+, den Aktionsplan der IES und den Global Disability Summit 2025 einfließen können.
Fragen, die uns im Rahmen einer RIE besonders beschäftigen würden, sind: 
- Wie wirksam sind PROMISE II’s Schulansatz und Maßnahmen mit Blick auf die Einführung und nachhaltige Verankerung von inklusiver Bildung an öffentlichen Schulen in Jordanien?
- Wie greifen auch die organisatorischen Strukturen zur Umsetzung des Inklusionskonzepts? (z.B. Inclusive Education Support Teams)
- Welche Maßnahmen waren am Effektivsten? Welche sollten angepasst und/oder fortgesetzt und skaliert werden?
- Welchen Einfluss hatten die unterschiedlichen Maßnahmen aufeinander? Kann die Kombinierung von bestimmten Maßnahmen eine höhere Wirkung erzielen?
- Was hat sich für welche Schulakteure konkret geändert? (z.B. Schulleitung, Lehrkräfte, Schulpsycholog*innen, Schüler*innen etc.)
- Sind unterschiedliche Effekte für unterschiedliche Zielgruppen zu beobachten? (z.B. für Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten oder Flüchtlingskinder, für unterschiedliche Altersgruppen oder Geschlechter, für Kinder an Jungen-, Mädchen- oder gemischten Schulen)
- Konnte Bullying and Jungenschulen reduziert werden?

Sonstiges: 

  • Wann sollen die Evaluierungsergebnisse zur Verfügung stehen?

Der Mehrwert einer RIE liegt für PROMISE II darin, Evidenz zu kreieren, ob bereits begonnene und geplante Maßnahmen wirksam bzw. welche am Wirksamsten sind und für wen. Mit Blick auf den Beginn der Folgephase von PROMISE II und seiner Laufzeit (06/2023-05/2027) ist das geplante Ende einer RIE zu 06-09/2025 ideal. Evaluierungsergebnisse können so in die Strategie- und Operationsplanung der zweiten Hälfte von PROMISE II einfließen, z.B. mit Blick darauf, welche Maßnahmen vielversprechend und damit skalierbar, weiterzuführen und weiter zu begleiten sind.  Ein Zwischenbericht wäre ggfs. wünschenswert, um Lernerfahrungen früh in den Entwicklungsprozess des neuen jordanischen Bildungsstrategieplans 2026+ und den Aktionsplan der IES einfließen zu lassen. Die Endergebnisse werden rechtzeitig vorliegen, um früh einer nachhaltigen Verankerung von wirksamen Maßnahmen im Partner¬- und Gebersystem in Jordanien hinzuwirken, da das BMZ Grundbildung in seiner Zusammenarbeit ausphasiert und eine Weiterführung von PROMISE II derzeit nicht geplant ist. Ebenso können Ergebnisse im Jahr 2025 in einen Beitrag zum deutsch-jordanischen Global Disability Summit liefern und international zur Evidenz von wirksamen inklusiven Bildungsmaßnahmen beitragen.

  • Weitere Informationen

1. PROMISE und PROMISE II arbeiten, basierend auf UNESCO, mit folgender Definition und Verständnis von Inklusion: “Inclusion is seen as a process of addressing and responding to the diversity of needs of all learners through increasing participation in learning, cultures and communities, and reducing exclusion within and from education. It involves changes and modifications in content, approaches, structures and strategies, with a common vision which covers all children of the appropriate age range and a conviction that it is the responsibility of the regular system to educate all children”. 
2. Wie unter Frage 13 erläutert, wird PROMISE bis 03/2023 eine „Upscaling Strategy for Inclusive Education“ entwickeln und ebenso in 05/2023 einer externen Projektevaluierung unterzogen. Außerdem laufen parallel die Planungen für PROMISE II. Wünschenswert wäre es, diese Prozesse nicht parallel laufen, sondern ggfs. mit der Planung einer RIE verzahnen zu können.
3. Mit Blick darauf, dass PROMISE II die Lernerfahrungen von PROMISE in seine Zusammenarbeit mit Pilotschulen integriert, kann sichergestellt werden, dass Maßnahmen die ggfs. notwendige „Reife“ für eine RIE erfüllen. Mitbedacht werden sollte allerdings, dass Covid-bedingt die Schulen in Jordanien weltweit mit am Längsten geschlossen waren und somit erst im letzten Jahr von PROMISE die Implementierung auf Pilotschuleben ins Rollen gekommen ist. Das Risiko weiterer Covid-bedingte Schulschließungen kann auch in PROMISE II bestehen.
4. In Bezug auf den Planungsprozess von PROMISE II und der Möglichkeit, einer RIE weitere Informationen zu liefern, können folgende Daten genannt werden: Die Prüfmission von PROMISE II findet in 09/2022 statt; das Angebot soll in 11/2022 fertiggestellt werden; der Versand des qualitätsgesicherten Modulvorschlags ans BMZ erfolgt in 01/2023. Da das BMZ die Mittel bereits zugesagt hat, wird es definitiv eine Folgephase geben.

Verfügbare Daten: 

Bei den für die RIE relevanten Daten handelt es sich um schulbasierte Daten, die mit jedem scholastischen Jahr aktualisiert werden. Im Rahmen der Auswahl der derzeitigen 30 Pilotschulen, die in PROMISE II weiterbestehen und um weitere 30 Pilotschulen ergänzt werden, hat PROMISE Baseline-Daten zu allen Schulen in den respektiven Distrikten gesammelt (u.a. Anzahl an Schüler*innen, Geschlecht soweit es sich um eine gemischte Schule handelt, Anzahl an Schüler*innen mit Behinderung sowie Art der Behinderung, Vorhandensein seines Resource Rooms, etc.). Weitere für eine RIE benötigte schulbasierte Daten können jederzeit über das Projekt bei dem Bildungsministerium und Schuldistrikten angefragt werden, welche über das nationale Education Management Information System hinaus aktuelle Informationen nachhalten. Hinweis: Es sollte bedacht werden, dass Daten, insbesondere zu Behinderungen, nicht zuverlässig sind und diese oft auch nicht gemeldet werden. Das Projekt umfasst nicht „nur“ Kinder mit offizieller Diagnose.
Vor dem Start einer RIE können ebenso Projektdaten der derzeitigen PROMISE-Phase von Interesse sein. Diese umfassen Projektfortschrittsberichte, beauftragte Studien und Reporting von Partnern, sowie Daten zu Indikatoren aus dem projekteigenen Results-Based Monitoring System. Wichtige Daten wird ebenso die bis 03/2023 beauftragte „Upscaling Strategy for Inclusive Education“ liefern, welche die Erfahrungen der derzeitigen Pilotschulen mini-evaluiert, um eine Grundlage für die weitere Arbeit von PROMISE II auf Mikro-Ebene zu liefern. In 05/2023 wird ebenso eine externe zentrale Projektevaluierung von PROMISE stattfinden, deren vorläufiger Bericht bis Ende 06/2023 vorliegen und geteilt werden kann.

014: SKYE-Vorhabens zur Förderung der Jugendbeschäftigung in Nigeria

Projektland: Nigeria

Projektregion: Westafrika

Sektoren: Industrie & Handel; Bildung

Entwicklungsorganisation: GIZ

Partnerorganisationen: Bundesministerium für Finanzen, Haushalt und Landesplanung (FMFBP), Politischer Träger

 Implementierungszeitraum: 10/2023-09/2026

Ziel und Hintergrund: 

Nigeria ist stark von extremer Armut betroffen. Es hat mehr als 200 Millionen Einwohner*innen und eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit. Jedes Jahr betreten etwa 3,5 Millionen junge Nigerianer*innen den Arbeitsmarkt und mehr als 43 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung sind unterbeschäftigt oder arbeitslos. 
Andererseits herrscht ein Mangel an bedarfsgerecht qualifizierten Arbeitskräften, das System der beruflichen Bildung ist mangelhaft. Die Gründe hierfür sind u.a. nicht vorhandene bzw. veraltete gesetzliche Rahmenbedingungen, Berufsstandards, Ausbildungspläne und Curricula sowie eine ungenügende Lehrerausbildung. Auch sind die jeweiligen Ausbildungsstätten nur unzureichend ausgestattet, eine umfassende Zusammenarbeit mit dem Privatsektor findet nicht statt.

Laut dem nigerianischen Bundesamt für Statistik (NBS) ist die Wirtschaft des Landes im zweiten Quartal des Jahres 2020 in Folge der Covid-19-Pandemie um 6,1 Prozent geschrumpft. Dies führt zu einer höheren Arbeitslosigkeit und verschlechtert die Situation von Frauen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Das Projekt „ SKYE –   Skills Development for Youth Employment“  verfolgt einen mehrstufigen integrierten Ansatz der Beschäftigungsförderung mit dem Ziel, die Erwerbschancen für nigerianische Jugendliche zwischen 15 und 35 Jahren und für Rückkehrer*innen in ausgewählten Wirtschaftsbereichen zu verbessern. Auf der Makroebene unterstützt SKYE die Verbesserung der regulatorischen und systemischen Rahmenbedingungen für bedarfsgerechte technische und berufliche Aus- und Weiterbildung sowie Arbeitsmarktintegrationsmaßnahmen in Nigeria. Auf der Mesoebene stärkt es die entsprechende institutionelle und menschliche Kapazitätsentwicklung (HCD) von Mittlerorganisationen. Auf der Mikroebene unterstützt SKYE die Bemühungen zur Entwicklung oder Anpassung und Bereitstellung von Maßnahmen für die formale Berufsbildung und den Erwerb nicht formaler Kompetenzen sowie die Arbeitsmarktintegration als Reaktion auf die vorherrschenden Bedürfnisse. Dabei setzt das Projekt auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren in der Umsetzungsphase aus Staat, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft. SKYE wird dies durch fünf vorrangige Bereiche erreichen, die unter Punkt 9 näher erläutert werden.

Das Projekt hat somit das Ziel, die Chancen auf einkommenswirksame Beschäftigung nigerianischer Jugendlicher und junger Erwachsener in der Altersgruppe von 15 bis 35 Jahren sowie von Rückkehrer*innen sind in ausgewählten Wirtschaftssektoren zu verbessern.

Maßnahmen für RIE:

Zum Zeitpunkt des Förderantrags (08/2022) ist die zu evaluierende zweite SKYE-Phase noch nicht zu Ende geplant. Die Prüfmission findet im Oktober 2022 statt. Es zeichnet sich jedoch ab, dass an der grundsätzlichen Struktur des Vorhabens festgehalten wird. Die Maßnahmen der 1. Phase sind nach dem integrierten Ansatz für Beschäftigungsförderung konzipiert und stellen sich wie folgt dar:
 
Output 1: Nicht nach RIE zu evaluieren

Im Output 2: „Die personellen Kapazitäten von Mittlerorganisationen für eine beschäftigungsorientierte berufliche Aus- und Weiterbildung und Arbeitsmarktintegrationsmaßnahmen sind verbessert“, werden Trainings/Fortbildungen für rund 1200 Personen durchgeführt. Die erwarteten Wirkungen bestehen in einer Verbesserung der Fähigkeiten der Teilnehmer. Diese rekrutieren sich aus Berufsbildungspersonal, dessen technische und didaktischen Fähigkeiten verbessert werden sollen sowie Managementpersonal von Berufsbildungseinrichtungen und dem Personal von Job-Zentren. Die Auswahl der Teilnehmer*INNEN obliegt den jeweiligen Partnerorganisationen. 

Im Output 3: „Die Qualität von beruflicher Aus- und Weiterbildung ist in ausgewählten Wirtschaftssektoren verbessert“, nehmen 400 Auszubildende (davon 30% Frauen) an Ausbildungsgängen teil. Deren Curricula, sowie Lehr- und Lehrmaterialien wurden zuvor neuentwickelt und/oder modernisiert. Die formalen Zugangskriterien werden von den teilnehmenden Bildungseinrichtungen festgelegt, und orientieren sich darüber hinaus an der von SKYE avisierten Zielgruppe, namentlich Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 35 Jahren sowie deren Motivation und Lernwilligkeit. 

Im Output 4 werden „Sieben innovative Pilotmodelle der beruflichen Aus- und Weiterbildung in ausgewählten Sektoren angeboten“, die eine erhöhte Beschäftigungsfähigkeit für die Zielgruppe (siehe Output 3) bewirken sollen. Mindestens 25.000 Personen nehmen dafür an kurzfristigen Qualifizierungsmaßnahmen Teil (z.B. „Farmer Business Schools“) die u.a. ihre unternehmerischen Fähigkeiten stärken und Einkommen verbessern sollen. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch die jeweiligen Partnerorganisationen und ergibt sich aus der bereits benannten Zielgruppe des Vorhabens, darüber hinaus richten sie sich an rückkehrende Nigerianer*INNEN.

Output 5 verbessert „Das Angebot aktiver Arbeitsmarktmaßnahmen von Arbeitsvermittlungs-, Berufsbildungs- und Beratungseinrichtungen“, wodurch eine Integration in den Arbeitsmarkt bewirkt werden soll. Dies erfolgt auf individueller Ebene, etwa durch die Bereitstellung von sogenannten „Starter-Kits“, für die unmittelbare Aufnahme z.B. einer handwerklichen Tätigkeit, sowie auf systemischer Ebene durch den Aufbau von Arbeitsmarktinformationssystemen und Job-Matching-Plattformen.

Ablauf der Projektimplementierung:

Die zweite Phase des Projekts "Förderung bedarfsgerechter beruflicher Qualifizierung und Jugendbeschäftigung" - SKYE II hat voraussichtlich eine Gesamtlaufzeit von 3 Jahren (Oktober 2023 - September 2026).
Innerhalb dieser Projektlaufzeit werden alle vorläufigen fünf inhaltlichen Schwerpunkte ((1) ordnungspolitische und systemische Rahmenbedingungen; (2) Kapazitäten der Mittlerorganisationen; (3) Qualität der Berufsbildung in ausgewählten Wirtschaftssektoren; (4) Innovative Pilotmodelle; (5) Angebot aktiver Arbeitsmaßnahmen) parallel und über die gesamte Projektlaufzeit mit verschiedenen komplementären Maßnahmen kontinuierlich bespielt, mit dem Ziel alle Zielindikatoren nach Ablauf der Projektlaufzeit erreicht zu haben.
Die Maßnahmen des Vorhabens werden unterschieden in Generalmaßnahmen sowie Individualmaßnahmen. Als besonders aussagekräftige Beispiele für die jeweiligen Maßnahmen können benannt werden: 
- Generalmaßnahmen: Entwicklung von Politikempfehlungen, Fortbildungen von Management- und Lehrpersonal von Berufsbildungsinstitutionen, Entwicklung von Berufsstandards, Implementierung innovativer Pilotmodelle
- Individualmassnahmen: Ausbildungs- & Kurzzeitqualifizierungsmassnahmen junger NigerianerInnen, Vermittlung junger NigerianerInnen in Ausbildung, Kurzzeitqualifizierung oder Beschäftigung

Die geplanten Maßnahmen werden zeitlich versetzt und mit unterschiedlichen Teilnehmern wiederholt umgesetzt. Es wird insofern deutlich, dass die Teilnehmenden nicht gleichzeitig von den Individualmaßnahmen profitieren, sondern in "Kohorten", während Generalmaßnahmen der gesamten Zielgruppe gleichzeitig zugutekommen.
Die Wirkungen der unterschiedlichen Maßnahmen sind in der Regel in einem Zeitrahmen von 0 bis max. 6 Monaten nach Abschluss messbar.

Forschungsfrage:

Generell soll in Erfahrung gebracht werden, inwiefern das SKYE-Projekt in seiner 3. Phase Maßnahmen und Aktivitäten gestalten soll, um die gewünschten Wirkungen noch effektiver und effizienter zu erreichen. Welche Maßnahmen haben sich als besonders wirkungsvoll und breitenwirksam erwiesen und können außerhalb der bisherigen Projektregionen durchgeführt werden?  Inwieweit lassen sich Gendertransformative Ansätze noch wirkungsvoller umsetzen. Welche „Lessons-Learned“ lassen sich aus den bisherigen Aktivitäten ableiten, welche bisher regional begrenzten Pilotmaßnahmen lassen sich wo am besten skalieren. Was waren in den bisherigen Phasen, die entscheiden Faktoren für den Erfolg bzw. den Misserfolg einzelner Aktivitäten.

Bezogen auf den Output 2 interessiert uns konkret, ob das Vorhaben die richtigen Qualifizierungsthemen identifizieren konnte, um die avisierten Wirkungen zu erreichen. Konnte ein Praxistransfer der durchführten Qualifizierungsaktivitäten in die berufliche Praxis der Teilnehmenden erreicht werden? Wurden für die Qualifizierungsmaßnahmen die richtigen Personen ausgewählt, um Multiplikatoreneffekte zu erwirken?

Bei Output 3 und Output 4 stellt sich gleichermaßen die Frage nach der tatsächlichen Nachhaltigkeit der durchgeführten Aktivitäten. Inwieweit waren etwa die in Output 3 ausgewählten Wirtschaftssektoren angemessen, für eine nachhaltige und breitenwirksame Verbesserung der beruflichen Standards. Konnte durch ihre Verbesserung ein „Spill-Over-Effect“ auf andere Sektoren und Bundesstaaten beobachtet werden? Eignen sich möglicherweise andere Wirtschaftssektoren und Berufsbilder besser? Werden die entwickelten Curricula und Berufsstandards in der Folge von anderen Berufsbildungseinrichtungen genutzt? Wird das neu entwickelte Verfahren der Standardentwicklung durch die Partnerorganisation angewendet? Bezogen auf den Output 4 stellt sich insbesondere die Frage, ob die Thematik Innovation in den durchgeführten Aktivitäten angemessen bearbeitet wurde, bzw. der vom Vorhaben verwendete Innovationsbegriff dem Kontext angemessen war. Weiterhin wäre es interessant zu eruieren, ob der Beitrag der Privatwirtschaft in diesen Modellen verstetigt werden konnte. Wie lassen sich Erfolgsfaktoren für eine langfristig erfolgreiche Einbeziehung der Privatwirtschaft definieren? 
Bezüglich des Outputs 5 stellt sich die Frage, ob etwa durch die Bereitstellung von „Starter-Kits“ im Rahmen von aktiven Arbeitsmarktmaßnahmen eine selbstständige Tätigkeit der Zielgruppe erreicht werden kann.  Auch wäre es grundsätzlich interessant zu eruieren, inwieweit staatliche „Job-Matching-Portale“ ihrer Aufgabe gerecht werden können, bzw. privatwirtschaftliche Angebote (z.B. Jobberman) diese Aufgabe bereits wahrnehmen. Wo liegen die jeweiligen Stärken und Schwächen dieser beiden Angebote, wie können diese sich evtl. komplementär ergänzen und kooperieren. Schließlich stellt sich die Frage, inwiefern die Jobberater ausreichend geschult sind bezüglich der Genderthematik. Sind die Berater in der Lage, in ihrem Beratungsalltag weibliche Bewerber*INNEN bezüglich einer Beschäftigung außerhalb der klassischen Geschlechterverteilung in den Berufsbildern zu beraten.

Sonstiges: 

  • Wann sollen die Evaluierungsergebnisse zur Verfügung stehen?

Die Evaluierungsergebnisse sollten idealerweise zum Zeitpunkt der Prüfmission für die 3. Phase des SKYE-Projekts vorliegen. Diese wird voraussichtlich im August 2025 angestossen.
Dabei ist jedoch kein vollendeter Bericht notwendig, eine Zusammenfassung vorläufiger Erkenntnisse ist ausreichend.

  • Weitere Informationen

Verfügbare Daten: 

Das Projekt ist ein Folgevorhaben von einem bis Ende September 2023 laufenden Projekt. Es kann auf die Grundgesamtheit der Daten zugegriffen werden, die im Rahmen des Vorläuferprojekts erfasst wurden.
Zudem ist das SKYE-Vorhaben im SEDEC-Cluster (Sustainable Economic Development) angesiedelt. Mit in diesem Cluster sind die Vorhaben "Breitenwirksame Wachstums- & Beschäftigungsförderung - SEDIN", "Digitale Lösungen für nachhaltige Entwicklung in Nigeria", "Programm Migration & Entwicklung", "Programm Migration & Diaspora", auf deren Daten und Projektberichte ebenfalls zugegriffen werden kann, um ein umfassendes Kontextwissen zu erlangen.

015: Sustainable Rural Development’ (SRD) project in Albania

Project country: Albania

Project region: South-Eastern Europe

Sectors: Agriculture; rural development

Development organisation: GIZ

Partner organisations: Ministry of Agriculture & Rural Development (MARD) & Ministry of Tourism & Environment (MTE)

Implementation period: 01/2023 - 12/2025

Objective and background: 

Despite the availability of economically viable resources, MSMEs are not investing sufficiently in the agri-food sector and rural tourism to take advantage of the opportunities created by the EU accession process. In both sectors, investment risks, a lack of Business Development Services (BDS) services and sometimes unsupportive framework conditions hinder the introduction of innovations for the development of economically viable and inclusive business models, particularly for women, young people and returnees. The possibilities of value creation in rural areas for the creation of sustainable income and employment are not exhausted (core problem). 

Correspondingly, the project objective is: The economic transformation of rural areas in Albania is valued for the local population, including returnees. Specifically, the project aims to bring 2,700 people into good employment (jobs, income increase, ...), support 3,600 MSMEs in investing in their competitiveness and improve the enabling environment to do business. 

Measures for RIE:

In order to achieve the project objectives, a multitude of business models are being tested with the target group (10 - 100 MSMEs). These are generally concerned with the application of specific agricultural techniques. If they reach proof of concept stage, showing the desired results with regard to the project objectives, particularly income increase, they are being scaled in the market (1000 - 10'000 MSMEs) in a second step. 
The pipeline of models and up-scalings can be found below. Some models are already being tested and two scaling projects are currently being designed. RIE is the perfect method to demonstrate the proof of concept of models and the larger impact of scaling projects. 

Models in testing / to be tested: 

Greenhouse crops:
Use of beneficial insects and mites
Commercial compost production
Vegetable exporter association
GlobalGAP group-certification
New greenhouse vegetables 

Fruits:
Calcium sprays in apple orchards
Chemical thinning of apples 
Photovoltaic for cold stores
1-MCP apple treatment in storage
Raspberry production
Walnut post-harvest processing 

Dairy:
Arrangements of internships in Switzerland/Germany for young farmers
Use of milking machines for cows
Use of semen from better suited 2-purpose breeds 
Lucerne yield improvement
Use of Greek breeding rams
Use of inox milking cans
             
Models to be upscaled:

Greenhouse crops:
Use of pheromones & chromotraps
Use of grafted tomato seedlings

Fruits:
Modified Atmosphere bags for sweet cherries
Biological control of Codling Moths

Dairy:
Use of mobile milk analysis devices

Project implementation process:

The project will test models and upscale sucessful models throughout the project time period. The precise timeframes of implementation and impacts depending on the models / upscaling being selected. Generally speaking, participants of business model testing will benefit at the same time, while the benefits from upscaling will spread over a longer time period. Both are tied to the seasonality of agriculture. 
We suggest to pick the new models and upscalings the project is selecting to implement in 2023, so that the RIE can be fully integrated into their design.   

Research question:

- Achievement of primary objectives (income, jobs, investments), disaggregated by gender, returnees, young people
- Effects of increasing adoption on business models on costs and earnings
- Impact of applying one model versus following integrated capacity development approach
- Environmental and Climate Change effects
- Effects on migration

Other:

- When should the evaluation results be available?

The results need to be availalbe at the end of testing the models, in order to decide for upscaling, and then continuously during upscaling, in order to take action if the desired effects are not materialising. From a project perspective, evaluation results should be available latest by end of 2024, in order to design a potential follow-on project.

- Further information

For a more visual representation & glimpse of the project, you may check SRD on Facebook: www.facebook.com/SRDAlbania & Instagram: www.instagram.com/srd_albania

Available data:

- Baseline data on predecessor projects of SRD on participants from agriculture value-chains
- Current monitoring data on beneficiaries from agriculture value-chains of fruits & nuts, vegetables and small ruminants, that contain data on name, gender, age, location, value-chain link, returnee status, hectares, legal status, input & output measures.
- Endline survey on impact analysis which will be available on December 2022 for beneficiaries / project participants that have benefited from SRD measures.

016: digital skills project in Rwanda

Project country: Rwanda

Project region: Rwanda

 Sectors: Industry and Commerce; Education

Development organisation: GIZ

Partner organisations: Rwanda TVET Board, Ministry of Education

Implementation period: Current phase 01/2020-12/2022, next phase 01/2023-12/2025

Objective and background: Over the last decade, Rwanda has experienced robust economic growth. However, the rate of unemployment and underemployment is still high. With strategies like the National Strategy for Transformation (NST 1) and the Private Sector Development and Youth Employment Strategy (PSDYES), the Government of Rwanda is promoting skills development and the creation of off-farm jobs. The bilateral programme for the “Promotion of Economy and Employment (Eco-Emploi)”, commissioned by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) and implemented by GIZ as part of the priority area “Sustainable Economic Development” of the Rwandan-German Development Cooperation, is supporting these efforts. 
Eco-Emploi incorporates an integrated approach of Technical and Vocational Education and Training (TVET), Labour Market Interventions (LMI), and Private Sector Development (PSD) and is being implemented by GIZ between January 2020 and December 2022. The programme aims at employment-intensive growth in selected economic sectors, namely the wood industry, tourism & hospitality, and film industry, with a special focus on digitalization. The economic empowerment of women, youth, and people with disabilities are a crosscutting effort in all activities of the programme. Eco-Emploi works towards achieving SDG 1 "No poverty", SDG 4 "High-quality education", SDG 5 "Gender equality" and SDG 8 "Decent work and economic growth”.

Measures for RIE: The Covid-19 pandemic with extensive lockdowns and school closures in Rwanda has not only highlighted the vulnerability of the entire education system to external shocks, but also the need to establish e-learning formats and, above all, to create the necessary conditions for them. Against this background, the project for Promotion of Economy and Employment Promotion, together with the Ministry of Education and the Rwanda TVET Board (RTB), has set up an intervention to train 2500 out of 6000 TVET teachers in digital literacy, e-learning and didactics.  The teachers were selected based on a government programme that distributed 2500 laptops either to them individually or to their TVET schools. This intervention implements an innovative approach, whereby the teaching content is taught completely online and self-paced. The necessary support is provided by 30 specially trained multipliers (one per district), who have organised one-day introductory workshops at over 200 schools and accompany their respective groups of 80-100 teachers through the programme. Through the so-called zero-rating of the online platform in cooperation with a private telecommunication provider, the project ensured, that all teachers can use the platform free of charge at any time. The first results of the project, which will run until October, are very promising. More than 1,000 teachers have already received a total of 2,700 internationally recognised certificates and are already using new methods and digital learning formats in their lessons. Follow-up projects are therefore planned not only in Rwanda, but also in other countries where the approach has already been adopted and similar projects will start this year in Zambia, Namibia and South Africa. Should, for example, another pandemic lead to extensive school closures, the education systems of these countries would at least no longer be caught completely unprepared. 

Project implementation process: The project will be implemented in several phases. The first phase with a cohort of 2500 TVET teachers will be implemented until 12/2022. We plan to start training the second cohort of 4000 TVET teachers in 06/2023. This second phase will be implemented until 12/2023. This would cover all 6500 TVET teachers currently employed in Rwanda. Since the government is massively investing in the construction of new schools and hiring new teachers, we expect that until 12/2023 a considerable amount of new teachers (at least 1000), who could serve as a control group, will be  recruited. In terms of impact, we already see first changes and improvements in the classrooms and the teaching methodology of the first cohort. This will increase during 2023. Similarly, we expect to observe results from the second cohort with a one year delay, starting end of 2023 and a peak in 2024. 

Research question: We would like to know how our training in digital competencies, e-learning skills, didactics, stress management etc. changed the way the teachers are teaching. Does it really and sustainably improve their competencies as a teacher? Is this training really relevant in their daily life? Does it make their job easier? Does it improve their teaching, does it improve their employment situation, job satisfaction etc.? Those would be would be quite direct effects we would like to evaluate, but maybe even more interesting are the indirect effects = effects on their students. Does it improve how they learn and perform in school? These are just a few questions, we are sure there are many more and given the big amount of potential study participants (7500 teachers in different groups) and the complexity of the intervention and the training content, there are certainly many more questions and we are very open for suggestions. 

Other:

- When should the evaluation results be available?

ideally, first results would be available in 12/2023 and then 12/2024. 2023 would be very relevant for the second cohort, because then we could still change our approach for their training. 2024 would be for a more longterm perspective, that would look at future trainings for the then control group and any future TVET Teacher, or any teacher in Rwanda who has not yet received this training. 2024 and 2025 would also be very relevant for other countries who are looking at adopting our approach and might start at a later stage and would like to learn from this project. Given that we have already lined up quite a few countries with many thousands potential participants, it would be great to have a more rigorous and scientific foundation to our claim, that this is a highly impactful and cost-efficient approach to training of teachers.

- Further information

You can find a video about this intervention on youtube: 
youtu.be/Hbn0K2nxNBA

Available data:

There are administrative data sets on TVET teachers in Rwanda that could provide basic demographic information such as sex, age, location, qualification etc. However, those data sets are not always complete or up to date. Our own M&E team is also collecting data on the teachers and is planning to conduct a survey until end of 2022. 

018: Assisting Reconstruction and Improving Living Conditions in Anbar (ARILA)

Project country: Iraq

Project region: Anbar Region, Central Iraq

Sectors: Social, Banking and business, water, Industry and commerce, civil society and conflict, transitional development

Development organisation: GIZ

Partner organisations: Near East Foundation is responsible for implementing business activation services

Implementation period: 10/2022 - 06/2025 - implementation period for business activation interventions

Objective and background: 

The governorate of Anbar was severely damaged during the conflict with the Islamic State lasting from 2014 to 2017. The conflict led to the displacement of a large part of Anbaris and severely affected the population's livelihoods, leaving many industries, companies, agricultural farms, storage facilities, businesses, and infrastructure in ruins. Five years later, Anbar’s population especially women and young people still grapple with high rates of unemployment and underemployment. The proportion of 15 to 24-year-olds who are neither working nor in school is approximately 43%. Data from the Iraqi Ministry of Planning (MoP) shows that in 2020 nearly 17% of Anbar’s population was affected by poverty. The transitional development assistance programme "Assisting Reconstruction and Improving Livelihoods in Anbar (ARILA)" is funded by BMZ with the objective to improve "living conditions in selected municipalities in Anbar". This objective is achieved by reconstruction of social infrastructure, improving livelihoods for conflict affected people and strengthening vertical social cohesion. Under its livelihoods component, ARILA focuses on increasing the population's capacities to generate more non-agricultural income. This is achieved by providing services to improve professional or entrepreneurial skills (TVET), start-up capital as well as business incubation and labor market access. Other support services that will be provided include job placements in relevant sectors, business development, marketing and accounting training, business grants (cash or non-cash), mentorship, coaching and if deemed necessary mental health and psychosocial support services. The main target group of these services is male and female youths aged 18 -35 years and women above 35 years. The intended effects of the interventions are mainly increased income/turnover and more jobs created in supported businesses. 

Measures for RIE:

To improve livelihood prospects for conflict affected people in Anbar governorate, GIZ in collaboration with Near East Foundation (NEF) intends to equip and roll out structured business activation services in three districts i.e., Heet, Ramadi, and Fallujah. We will adapt NEF’s proven Siraj model of community-based business incubation hubs (https://www.sirajdigital.com/), comprising an organizational toolkit and eight integrated services that beneficiaries will receive i.e.
•   Outreach (awareness creation, business assessment and selection of beneficiaries)
•   Empowerment (life skills, financial literacy, leadership, negotiation, and soft skills training)
•   Business strengthening (entrepreneurship training, business diagnostics, planning and expansion)
•   Resources (market information, business management preparation, a platform for peer-to-peer support and for matching entrepreneurs with service providers and business opportunities)
•   Tailored coaching and mentorship - Technical and management coaching through small group coaching, access to mentors, and facilitated networking
•   Business financing - tailored, demand-driven business grants (of up to 4,000 euros) based on viable and competitive business growth plans
•   Business acceleration - through product and service upgrades, rapid and live prototyping, marketing support, micro-franchising, market access facilitation, and peer-to-peer champions
•   Business adaptation and resilience - additional support to business operations to adapt to changes in markets, supply chains, and market access
Trained local master trainers and coaches will deliver the above services at designated business incubation hubs. Eligible beneficiaries will be male and female youth aged 18 –  35 years or women aged 35 –  59 years and should either have an operational/functional business at the time of application or propose a business that fills gaps in terms of supply and demand for certain goods and services in the non-agricultural sector. The anticipated impacts relate to increased income for entrepreneurs and creation of additional employment opportunities for other people. Over the life of the project, about 550 entrepreneurs will be supported. 

Project implementation process:

Starting in 10/2022, the intervention is expected to last until 06/2025. Main impacts/outcomes will be realized 12-16 months after start of the intervention. 
Intervention process: Three livelihoods/business incubation hubs will be established in Ramadi, Fallujah, and Heet districts within government operated vocational training centers (VTCs). Each business incubation hub will have a team of 6 master trainers and 6 coaches. A rapid market assessment will be conducted in the 3 districts to identify potential business sectors that can be supported. Once the most promising sectors have been identified, an outreach and orientation exercise for potential entrepreneurs will be conducted and those found to fit within the selection criteria will be invited to join the business incubation hubs. Master trainers and coaches will provide entrepreneurs with sequenced financial literacy, leadership, negotiation skills, and soft skills training using a blended method (classroom and digital training through Siraj Digital www.SirajDigital.com). Additionally, intensive enterprise development and strengthening training will be conducted focusing on business plan development, with the aim of scaling up and strengthening existing small and informal enterprises into viable small and medium-sized businesses. By the end of the training, trainees will submit business plans to consider for further support. These plans will be graded by an evaluation committee based on financial viability, overall quality and strength, the entrepreneur’s training assessment, the entrepreneur’s willingness to drive business growth and problem-solving skills. Entrepreneurs with business plans graded 70% and above will be considered for receiving financial support to expand their businesses. Supported entrepreneurs will receive ongoing mentoring and coaching, business acceleration, adaptation, and resilience services to ensure that they grow their businesses, increase turnover and provide additional employment. Similar services will be provided to entrepreneurs who scored below 70%. Beneficiaries will be enrolled into the program in different cohorts.

Research question:

Did supported business activation interventions result into increased income and employment opportunities?
What interventions were most effective in increasing income and creating additional job opportunities?
What unintended impacts (positive and negative) were realised? 
Which other effective ways of business activation can be and should be used in Anbar (e.g., credit instead of grant?)?

Other:

- When should the evaluation results be available?

Evaluation results will be needed in the second half of 2024 as at the time of RIE application the ARILA commission term is until 06/2024. However, it is highly likely that the ARILA commission is amended in 2022 by the BMZ with a one year extension of the project term until 2025.

- Further information

None

Available data:

A baseline survey report, conducted by a subcontracted specialised international consulting firm, and a list of project participants will be provided before the rigourous impact evaluation starts. Additionally, a substantial labour market asessment will be available in the first half of 2023.

019: Digital Skills for Jobs and Income in South Africa

Project country: South Africa

Project region: Africa

Sectors: Education

Development organisation: GIZ

Partner organisations: Various

Implementation period: 04/2020 - 03/2024

Objective and background: 

South Africa has one of the highest rates of youth not in employment, education or training (NEET) worldwide. Young women from low-income areas are particularly affected. At the same time companies lack well-qualified experts to ensure their competitiveness and capacity for growth, particularly with regard to digital transformation and the future of work. 

Factors of this imbalance include the shortage of needs-oriented labour market relevant training offers, the low quality of the (vocational) education system, poorly trained training staff and structural problems in the labour market. The digital transformation and the associated acceleration in economic and innovation processes exacerbate these factors and thus increase the pressure on the South African education and training system to provide for digitally skilled workers.

The project promotes labour market relevant digital competencies to increase the employability of South African youth. We support: 
- integrating digital skills and methods into training courses of the formal vocational education and training system (TVET). Lecturers are trained in digital pedagogy and TVET learners are qualified in demand-oriented digital skills trainings. TVET college management is assisted through digital transformation support.
- innovative training measures and demand led skills development initiatives, qualifying young learners for the future of work. Young women are supported in a mentorship programme.
- the improvement of recruitment policies of small and medium-sized companies. Human resource specialists are trained to introduce new, gender-sensitive approaches to identify applicants with the company's digital skills in demand.
- networking and cooperation of initiatives and participants as well as the exchange of lessons learned in the digital transformation process of the South African economy.

Measures for RIE:

Intervention 1:
1500 TVET learners from three different TVET courses (60% women, age: 15-35) at 15 TVET Colleges are trained in basic to intermediate digital literacy skills. In addition, 1300 TVET lecturers are trained in digital pedagogy across all 50 national TVET colleges and 15 TVET Colleges are supported with their implementation of digital transformation strategies and plans. The envisioned outcome is to improve the employability of TVET graduates and the long-term impact to contribute to the reduction of youth unemployment. The total number of TVET learners (target group) is 673 490 (2019, DHET).
Intervention 2: 
2000 NEET Youth (min. 60% women, age: 15-35) are trained in innovative training programmes that combine digital skills, work readiness and mentorship. The duration of these programmes varies from 12 weeks to 12 months and the sizes of the training programmes differ. Typically, the shorter training programmes are involving 30 to 60 learners that are recruited through application processes. The aim is to improve the employability of participating youth and thereby reducing youth unemployment (impact). The total number of youth not in employment, education or training is 3.5 Million (target group, 2022, SALDRU).
Intervention 3:
250 young females (age 15-35) are participating in an online mentorship programme (12 weeks) targeted at women in ICT. They are recruited from a local training provider; their participation is voluntary. The aim is to improve the employability of participating women and thereby reducing youth unemployment (impact). 

Project implementation process:

Intervention 1:
Digital literacy training for TVET learners will be implemented from February to August 2023. Digital Transformation support for TVET colleges will be implemented from October 2022 to March 2023. TVET lecturers will be trained until September 2023. The outcome of the digital literacy training for TVET learners will be expected approx. six months post-training interventions. 
Intervention 2:
The start and end date of the various implemented skills programmes differ. While some training interventions end in 2022, others will only commence in the first quarter of 2023. All of them end latest by August 2023 to ensure the conduction of a tracer study 6-month post-training to measure the envisioned outcome. 
Intervention 3:
The mentorship programme will be implemented from September 2022 to July 2023 in four cycles (Sep-Nov/ Jan-Mar/ Mar-May/ May-July). A tracer study will be conducted 6-month post-training to measure the envisioned outcome. 

Research question:

What is the impact of the interventions on improving youths’ employability and reducing youth employment?
Are TVET learners with digital skills trainings better equipped that TVET learners that have no digital skills training? Do the other interventions (transformation support and TVET lecturer training) have a positive impact on the youths' employment outcomes?
What is the impact of the length of a training programme on the employability or employment of youth? Are short training programmes (3-6 month) as successful as longer training programmes (6-12 months)?
What is the impact of the online mentorship programme (stand-alone) vs. the impact of mentorship activities build-in the digital skills programmes? Are mentored youth more successful in gaining or improving employment as non-mentored youth?
With the RIE we would like to test the hypotheses made during project planning and inform the implementation of the follow on project.

Other:

- When should the evaluation results be available?

Ideally in inception year of follow on project (04/2024 - 03/2025)

- Further information

Details of interventions and timelines might be subject to change 

Available data:

Baseline Data (enrollment data), tracer studies

020: GP Employment in rural areas with focus on youth, country package Mozambique

Project country: Mozambique

Project region: Nampula, Sofala

 Sectors: Private Sector Development

Development organisation: GIZ

Partner organisations: Agricultural TVET Centers, Private Sector Lead Firms, Extension Services (implementing)

Implementation period: 01/2021-12/2024

Objective and background: 

The project focuses on the entire labour market: It strengthens the supply and demand for labour as well as the placement of workers and career advisory services. First, young people are given access to TVET that teaches skills that are in demand on the labour market (e.g. farming methods, entrepreneurial knowledge, life skills). This improves their chances of finding a job or becoming self-employed. Second, farms, MSMEs and entrepreneurs develop their businesses to create employment prospects for themselves and others. To assure markets and sustainability, this is implemented in cooperation with lead firms in the region. Third, labour supply and demand are efficiently brought together through innovative, also digital placement services. Youth networks are established and strengthened. The focus is on promoting viable business models with low entry barriers for youth, therunder poultry, beans and cotton farming, cashew orchard services, seed multiplication, agro-dealing, shelling and processing services.
Intended effects are that 2.800 youth have improved employment prospects, therof 2.000 have improved their income by 20% on average and 1.500 have found new or additional employment.

Measures for RIE:

The project mainly focusses on promoting self-employment of youth (15-35), often within contract farming schemes with lead firms. Therefor they need to improve quality and quantity of produce and improve the business-side of their activity. Thus beneficiaires take part in a set of activities: technical training (e.g. good agricultural practices), business trainings (e.g. farmer business schools), life skills trainings (esp. on entrepreneurial mindset), digital literacy and assets, access to finance (grants, assets, credit), integration into contract farming schemes. This is replicated within different value chains and business models. Choice and number of beneficairies are depending on the partner and VC, raniging between 200 and 500. They are either choosen from a pool of known collaborators of the lead firm and/or through open calls. Not every participant receives the full set of activities. Mostly, they qualify to benefit of further activities (e.g. access to finance).

Project implementation process:

Some of the interventions have already started, e.g. on poultry farming (technical trainings, business trainings, in-kind grants and digital assets (smartphones)). This is implemented in cohorts of 15/month, the first 9 cohorts have been trained. Other interventions are about to start, e.g. on cashew orchard maintanance services, beans farming, seed multiplication. They will also be delivered in cohorts over 1 year. In a addition an entrepreneurial life skill training shall be delivered starting 2023 to a share of the beneficiairies (200-500) in different interventions, also in cohorts. Outcomes on business development, additional employment, improved income and better employment prospects are expected around six months after the intervention.

Research question:

What combination of activities per intervention are most effective on outcome level, meaning on business creation and development, employment creation, improved income?
What activity(ies) is(are) a must have to deliver results on outcome level?
How effective is (entrepreneurial) life skill trainings in the intervention?
What aspects influence the individual perception of employment prospects of the target group?

Other:

- When should the evaluation results be available?

Ideally, the evaluation results shall be ready by the end of the project in 12/2024.

- Further information

Available data:

The project collects baseline data via surveys by the start of each intervention, yet of each cohort starting. There is data to inform the baseline situation on aforementioned outcomes of the beneficiaires as well as socio-demographic data. Also there is documentation of participation in activities per beneficiary.

021: Training digital skills - Fostering employment and entrepreneurship

Projektland: Côte d´Ivoire

Projektregion: Afrika

Sektoren: Landwirtschaft, Bildung, Beschäftigungsförderung

Entwicklungsorganisation: GIZ

Partnerorganisationen: Orange Middle East and Africa, Der Unternehmenspartner beteiligt sich an den Coaching, Mentoring und Trainingseinheiten berufsbezogene digitale Fähigkeiten sowie Projektkosten. Im Orange Digital Center erhalten Jugendliche durch Schulungen, unternehmerische Fähigkeiten.

 Implementierungszeitraum: 04/2023 bis 12/2025

Ziel und Hintergrund: Seit Januar 2020 wird bereits die Entwicklungspartnerschaft (EPW) "Training digital skills - fostering employment Innovation Third Places" in 14 Ländern implementiert. Das Projektziel ist es junge Menschen in digitalen Fertigkeiten auszubilden, Innovationen zu fördern und Jugendarbeitslosigkeit in 14 Ländern in Afrika und MENA zu senken. Aufgrund des Interesses der EU-Delegation in Côte d'Ivoire wurde eine Fortführung mittels einer BMZ/EU Kofinanzierung für Côte d´Ivoire entschieden. Das Ziel des Folgeprojekts in Côte d´Ivoire, was im Fokus der RIE stehen soll, ist die Qualifizierung zu digitalen Kompetenzen und die Vermittlung in Beschäftigungsverhältnisse mit Schwerpunkt auf den Agrar-/Forstwirtschaftssektor und Green Transition. Die Unterstützung von Start-Ups, die digitale Anwendungen entwickeln, ist ein wichtiger Aspekt. Dafür soll die EPW mit Orange Training digital skills - fostering employment Innovation Third Places Orange Digital Center genutzt werden. Damit fügt sich das Vorhaben in das Kernthema Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs der Reformstrategie BMZ 2030 ein. Auch auf das Initiativthema Digitalzentren und Digitalisierung zahlt die EPW direkt ein. 
Aktivitäten: Die Maßnahme wird in 3 Arbeitpaketen umgesetzt:
1. Die beruflichen Fähigkeiten junger Menschen im digitalen Bereich werden verbessert. 
2. Vielversprechende digitale Start-ups/KMUs, die in der Lage sind, zu wachsen und Startkapital zu beschaffen, werden durch technische und finanzielle Unterstützung gegründet oder gestärkt.
3. Die Modernisierung/Innovation von KKMU in der nachhaltigen Landwirtschaft und im Bereich Green Tranisition sowie der sozialen Verantwortung wird durch digitale Instrumente und Lösungen beschleunigt.
Wirkungen: Die Beschäfitgungsfähigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist verbessert durch berufsrelevante Trainings, Jugendliche haben besser Qualifizierungen und digitale Kompetenzen, die Jugendarbeitslosigkeit ist reduziert, insbesondere im Agrar- und Forstwirtschaftssektor, Green Transition, durch die Unterstützung der Jugendlichen sie in Beschäftigungsverhältnisse zu bringen. 
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene 

Maßnahmen für RIE: Im Fokus der RIE sollte die Messung der verbesserten Beschäftigungsfähigkeit durch die Teilnahme an den angebotenen Trainings im Trainingszentrum stehen. Haben die Teilnehmer/innen bessere Qualifizierungen erhalten und können besser/schneller in Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden bzw. finden schnellere und/oder besser Beschäftigung, als die Kontrollgruppe, die nicht an den Trainings oder an anderen Traininigs teilgenommen hat? Des Weiteren wäre es wichtig nachzuvollziehen, wer wie schnell und welche Beschäftigung (Dauer des Vertrags, Position etc.) nach dem Trainingsabschluss gefunden hat? Diese Daten sollten für die gesamte Zielgruppe gesammelt und analysiert werden. 
Es wird erwartet, dass die Teilnehmer die Trainingsmaßnahmen erfolgreich abschließen und danach schneller und einfacher in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden können. Dadurch wiederum sollte langfristig die Jugendarbeitslosigkeit sinken. Weiterhin wird erwartet, dass die Jobs, die geschaffen werden bzw. in die die Teilnehmer der Trainings vermittelt werden, gute Jobs (laut ILO Kriterien) sind. 
Es werden 3.300 Jugendliche geschult, 100 Jungunternehmer gefördert und 30 KKMU für Modernisierung adressiert.

Ablauf der Projektimplementierung: Die Maßnahme beginnt voraussichtlich im März/April 2023 und wird bis Dezember 2025 implementiert. Die ersten Wirkungen werden ungefähr zur Hälfte der Projektlaufzeit erwartet. Die Maßnahme wird zeitlich versetzt implementiert. Jugendliche, Jungunternehmer und KKMU werden in verschiedenen Durchgängen trainiert und begleitet.

Forschungsfrage:

Folgende Fragen könnten Gegenstand der RIE sein: 
1.) Hat sich die Beschäftigungsfähigkeit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die an den Trainings teilgenommen haben, verbessert, vor allem im Vergleich zu Personen, die nicht an dem Training teilgenommen haben?
2.) Sind die Teilnehmer, die das Training erfolgreich abgeschlossen haben, schneller und einfacher in Beschäftigungsverhältnisse gekommen? In welche Beschäftigung sind sie gekommen? 
3.) Sind die geförderten Jungunternehmer erfolgreicher, als Jungunternehmer, die keine Förderung erhalten?
4.) Haben entwickelte digitale Lösungen den Markteintritt geschafft?
5.) Haben entwickelte digitale Lösungen zu einer Modernisierung bestehender Unternehmen / Sektoren beigetragen?
Diese Fragen sind von besonderem Interesse, um die kurz- und langfristigen Wirkungen des Projekts zu betrachten. Des Weiteren wäre es wichtig zu sehen, ob die Trainingskurse und die Förderungen sich bewähren, so dass dieser Ansatz (insbesondere die digitalen Lösungen) weiter genutzt werden kann innerhalb Côte d´Ivoire oder in anderen Ländern.

Sonstiges: 

  • Wann sollen die Evaluierungsergebnisse zur Verfügung stehen?

Während der Implementierung des Projekts, wäre es hilfreich Zwischenergebnisse der Evaluierung zu erhalten, um diese in die Steuerung des Projekts einfließen zu lassen. Die Endergebnisse können dann ca. 8 Wochen nach Abschluss des Projekts vorliegen. 

  • Weitere Informationen

Verfügbare Daten: 

Es könnten Daten des bereits laufenden Projekts, auf dass das Folgeprojekt aufbaut, zur Verfügung gestellt werden z.B. Projektbeschreibung und Fortschrittsberichte. 

022: Up-skilling Biomedical Engineers for Ghana

Projektland: Ghana

Projektregion: Afrika

Sektoren: Gesundheit; Bildung; Beschäftigungsförderung

Entwicklungsorganisation: GIZ

Partnerorganisationen: B. Braun SE, Drägerwerk AG & Co. KGaA Medizintechnik, Sysmex Europe GmbH, Die Unternehmen beteiligen sich mit 50% an den Projektkosten. Sie stellen Geräte und Expertise für den Aufbau des Studiengangs.

 Implementierungszeitraum: voraussichtlich 03/2023 bis 02/2026

Ziel und Hintergrund: ZIEL
Die marktorientierte Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen und Berufstätigen im Bereich Biomedical Engineering (BME) in Ghana ist verbessert.
AKTIVITÄTEN
- Aufbau einer funktionalen BME-Laborinfrastruktur an 2 Partneruniversitäten
- Einrichtung eines neuen Diploma Programms an 2 Universitäten
- Ergänzung des Bachelor-Curriculums um praktische Themenfelder
- Aufnahme von Praktika in den Lehrplan und Unterstützung bei der Praktikumsvermittlung in öffentlichen Krankenhäusern und privaten BME-Unternehmen
- ToTs für Universitätsangestellte zur Nutzung der Labore
- Einrichtung von Abendkursen für Fachkräfte aus Krankenhäusern für die Ausbildung am Arbeitsplatz
- Einrichtung eines Austauschprogramms mit deutschen Universitäten, die Biomedizinische Technikprogramme anbieten, um bewährte Verfahren zu vermitteln
- Sensibilisierung der Entscheidungsträger im Ministry of Health (MoH) und Ghana Health Service zur Steigerung des Ansehens, der Anzahl der Arbeitsplätze und möglicherweise des Gehalts von BME-Mitarbeitern auf allen Ebenen des öffentlichen Sektors
ANGESTREBTE WIRKUNGEN
- Die Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen und Berufstätigen im Bereich Biomedical Engineering in Ghana zu verbessern; bessere Ausbildungsmöglichkeiten schaffen, Einkommenssteigerung und Schaffen von Beschäftigung  
ZIELGRUPPE
Studenten, Personal im Gesundheitssektor, Universitätslehrkräfte
WEITERE PARTNER
University of Ghana, KNUST University

Maßnahmen für RIE:

1.) Es sollte evaluiert werden, ob die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen, die an den Studiengängen mit den neuen und verbesserten Lehrplänen (neue Kurse, Praktika) teilnehmen, verbessert ist und die Absolventen schneller eine Beschäftigung finden und eine bessere Beschäftigung finden, als Absolventen, die nicht an den verbesserten Studiengängen teilgenommen haben. 
2.) Des Weiteren sollte evaluiert werden, ob die Fachkräfte aus Krankenhäusern, die die Abendkurse besuchen, eine bessere Ausbildung haben und nach ihrer Ausbildung besser Job Positionen bekommen. 
3.) Weiterhin sollte die Frage evaluiert werden, ob durch die Sensibilisierungskampagne das Ansehen, die Anzahl der Arbeitsplätze und möglicherweise der Gehälter von BME-Mitarbeitern auf allen Ebenen des öffentlichen Sektors gesteigert wurde. 

Es wird erwartet, dass die Verbesserung und der Ausbau der Studiengänge, sowie das Angebot von Abendkursen zu einer verbesserten Beschäftigungsfähigkeit bei Absolventen und Berufstätigen führt. Durch die Einbindung und Sensibilisierung der Entscheidungsträger in Ghana wird ein verbessertes Ansehen, Schaffung neuer Arbeitsplätze und ein erhöhtes Einkommen im Bereich BME erwartet.
Die Anzahl der Studenten und Beschäftigten für die Weiterbildung steht noch nicht fest.

Ablauf der Projektimplementierung:

Die Maßnahme soll in 4 Arbeitspaketen umgesetzt werden, die teilweise zeitlich parallel laufen:
1. Aufbau der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Sensibilisierung 
2. Überarbeitung/Entwicklung von Lehrplänen und praktischen Ausbildungsmodulen
3. Einrichtung eines Schulungszentrums/einer Laborinfrastruktur
4. Vernetzung zwischen Studenten und öffentlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen

Die Maßnahme beginnt voraussichtlich im März/April 2023 und wird bis Februar 2026 implementiert. Die ersten Wirkungen werden ungefähr zur Hälfte der Projektlaufzeit vorhanden sein. Die Maßnahme wird zeitlich versetzt implementiert. Studenten werden pro Studienjahr beginnen und die Weiterbildungen werden in verschiedenen Durchgängen stattfinden.

Forschungsfrage:

Folgende Fragen könnten Gegenstand der RIE sein: 
- Hat die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen, die an den Studiengängen mit den verbesserten Lehrplänen teilgenommen haben, sich verbessert? 
- Hat sich die Beschäftigungsfähigkeit der Berufstätigen durch die Teilnahme an den Abendkursen verbessert bzw. hat sich dadurch ihre Beschäftigungssituation verbessert (erhöhtes Einkommen, höhere Position o.ä.)?
- Haben sich durch die Sensibilisierungskampagne das Ansehen, die Anzahl der Arbeitsplätze und/oder die Gehälter im Bereich BME erhöht?
Diese Fragen sind von besonderem Interesse, um die kurz- und langfristigen Wirkungen des Projekts zu betrachten. Des Weiteren wäre es wichtig zu sehen, ob die Kurse und Lehrpläne sich bewähren, so dass dieser Ansatz weiter genutzt werden kann in Ghana oder anderen Ländern.  

Sonstiges: 

  • Wann sollen die Evaluierungsergebnisse zur Verfügung stehen?

Während der Implementierung des Projekts, wäre es hilfreich Zwischenergebnisse der Evaluierung zu erhalten, um diese in die Steuerung des Projekts einfließen zu lassen. Die Endergebnisse können dann ca. 8 Wochen nach Abschluss des Projekts vorliegen.

  • Weitere Informationen

Verfügbare Daten: 

noch keine

027: Centre for Entrepreneurship (C4E)/ Gründerzentrum -- Kenia

Projektland: Kenia

Projektregion: ganzes Land

Sektoren: Bildung/Beschäftigungsförderung

Entwicklungsorganisation: KfW

Partnerorganisationen: Kenianische Regierung, Industrieministerium

 Implementierungszeitraum: voraussichtlich 01/2023 - 12/2027

Ziel und Hintergrund: 

Ziel des Vorhabens ist es Beschäftigung für Jugendliche und junge Erwachsene in Kenia zu schaffen durch Selbstständigkeit, dauerhafte Anstellung, Unterstützung für die Gründung eines Start-ups oder Förderung eines jungen Unternehmens. Im Gründerzentrum erhalten die Jugendlichen ein initiales Screening nach Vorerfahrung und Qualifikationen. Darauf aufbauend erhalten Sie Beratung zu den existierenden Angeboten und werden über Gutscheine / Vermittlung an das Leistungsangebot privater Dienstleister vermittelt. Darüber hinaus soll das Gründerzentrum Informationen über soziale Angebote (Jugendclubs, Versicherungen, Familienplanung, etc.) für Jugendliche bereithalten, um die Lebenssituation junger KenianerInnen insgesamt zu verbessern. Mittels der Gutscheine nimmt die Zielgruppe an Angeboten von privaten Leistungsanbietern teil um ihre Idee der Selbstständigkeit/Gründung voranzubringen. Die Leistungsanbieter werden vorab akkreditiert. Über eine Imagekampagne werden Jugendliche auf das Vorhaben aufmerksam gemacht.

 

Maßnahmen für RIE:

Zielgruppe sind kenianische Jugendliche im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Mit einer geschätzten Bevölkerung von 6,5 Mio. KenianerInnen in Nairobi und sogar 10 Mio. KenianerInnen im Einzugsgebiet Nairobis, kann die potentielle Zielgruppe arbeitssuchender Jugendlicher auf rund 640.000 Jugendliche geschätzt werden. Dabei wird die Imagekampagne auf Jugendliche mit niedrigerem Bildungsstand abstellen und sich nicht auf UniversitätsabsolventInnen ausrichten. Folgende Wirkungskette ist angedacht: - 450.000 Jugendliche sind durch die Imagekampagne erreicht geworden - Mindestens 50.000 Jugendliche durchlaufen das Screening des Gründerzentrums und 80% bestätigen ihre Zufriedenheit mit dem Screening - 60% der ausgegebenen Gutscheine sind von den Begünstigten für Leistungen eingelöst worden - 40% der LeistungsempfängerInnen haben ein halbes Jahr nach Inanspruchnahme der Leistungen ihre Situation verbessert (mehr Einkommen oder dauerhafte Beschäftigung). Zur Evaluierung sollen insbesondere die Beschäftigungswirkungen der Gutscheine evaluiert werden, hinsichtlich der Eignung von Gutscheinen generell, sowie der spezifischen Eignung unterschiedlicher Trainingsmaßnahmen.

 

Ablauf der Projektimplementierung:

Es ist geplant, die Maßnahme im Zeitraum 01/2023 bis 12/2027 umzusetzen. Auf individueller Ebene kann die Zeitschiene wie folgt skizziert werden: t0: Informationskampagne und Screening t1 (3-6 Monate): Nutzung des Vouchers = Bildungsangebots t2 (6-9 Monate): kurzfristige Effekte des Bildungsangebots auf u.a. Einkommen, Beschäftigung, ggf. Business Start-up t3: (>12 Monate): mittelfristige Effekte Die Teilnehmenden nehmen dementsprechend zeitlich versetzt über den Umsetzungszeitraum an der Maßnahme teil.

 

Forschungsfrage:

I. Wird das Voucher-Modell angenommen, d.h. die Bildungsgutscheine genutzt?

II. Welche Effekte auf den individuellen Arbeitsmarkterfolg der jungen Erwachsenen - Einkommen, Beschäftigung, Unternehmertum - hat C4E in der kurzen Frist (6 Monate nach Voucher Nutzung)?

III. Welche Effekte auf den individuellen Arbeitsmarkterfolg der jungen Erwachsenen - Einkommen, Beschäftigung, Unternehmertum - hat C4E in der längeren Frist (>12 Monate nach Voucher Nutzung)?

Sonstiges: 

  • Wann sollen die Evaluierungsergebnisse zur Verfügung stehen?

Fortlaufend; und zunächst nachdem eine erste hinreichend große Kohorte den oben beschriebenen Prozess durchlaufen hat (also vorauss. im Jahresverlauf 2024).

  • Weitere Informationen

Verfügbare Daten: 

Noch zu klären. Es ist geplant, die Maßnahme durch ein möglichst stringentes Monitoring zu begleiten, das u.a. eine Online Plattform für die Teilnehmenden inklusive Daten zur Voucher-Nutzung umfasst. Diese Monitoring-Daten könnten sinnvoll in die RIE integriert werden.

028: Regionalprogramm "Perspektiven für Rückkehrer und Rückkehrerinnen durch soziale und berufliche Integration" (PERSPECTIVAS)

Projektland: El Salvador, Honduras und Guatemala

Projektregion: Zentralamerika (El Salvador, Honduras und Guatemala)

Sektoren: Beschäftigungsförderung

Entwicklungsorganisation: KfW

Partnerorganisationen: Projektträger: SISCA (Internationale Organisation) / Durchführungsträger: Swisscontact

 Implementierungszeitraum: voraussichtl. 04/2023-03/2027. Zeitpunkte der Wirkungen werden in Absatz 10 beschrieben

Ziel und Hintergrund: Zielgruppe des Projekts sind jugendliche und erwachsene MigrantInnen, die in ihre Herkunftsländer im Nördlichen Dreieck Zentralamerikas zurückgekehrt sind. Ihre Lebens- und Beschäftigungsperspektiven sollen durch Maßnahmen der sozialen und beruflichen Integration verbessert werden. 
Das Vorhaben besteht aus 2 Komponenten: Im Rahmen von Komponente 1 werden Unterstützungssysteme in ausgewählten Gemeinden durch die Stärkung lokaler Akteure und die Entwicklung bzw. Aktualisierung von Methoden, Instrumenten und virtuellen Plattformen verbessert. RückkehrerInnen werden damit leichter in ihre Gemeinden reintegriert, finden Arbeit und erhöhen ihr Einkommen. Komponente 2 fördert auf regionaler Ebene den politischen Dialog zwischen den zentralamerikanischen Staaten zu Inklusionspolitiken und -strategien und stärkt das Sekretariat für die soziale Inklusion Zentralamerikas (SISCA), den Projektträger, als die zentrale Instanz, die einen solchen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu Migrations- und Sozialthemen fachlich und organisatorisch unterstützt. Komponente 1 wird von der NRO Swisscontact durchgeführt, die in einem Ideenwettbewerb ausgewählt wurde; Komponente 2 wird von SISCA umgesetzt.

Maßnahmen für RIE: 

Allgemeine Beschreibung der Maßnahme:
Unterstützungsangebote zur sozialen Inklusion umfassen folgende Themen: Förderung sozialer Fähigkeiten, nachbarschaftliche Aktivitäten, Kinderbetreuung (die es vor allem Müttern erlaubt, an Angeboten teilzunehmen), psychosoziale Unterstützung sowie Unterstützung gesellschaftlicher Teilhabe. Die Maßnahmen zur beruflichen Inklusion beinhalten folgende Bereiche: Anerkennung von Kompetenzen und Abschlüssen, Reskilling (Umschulung angesichts neuer Herausforderungen des (digitalisierten) Arbeitsmarktes), Upskilling (Weiterqualifizierung im eigenen Berufsfeld, um neuen (digitalen) Anforderungen gerecht zu werden), Financial Education sowie die Förderung von Unternehmensgründungen und Gründerzentren. Daneben wird ein Wettbewerbsfonds eingerichtet, auf den sich lokale Institutionen, die Leistungen für RückkehrerInnen anbieten, bewerben können. Es werden Modelle entwickelt, um die örtliche Privatwirtschaft in die Förderung von RückkehrerInnen einzubinden. Sensibilisierungskampagnen sollen zudem ein Klima schaffen, in dem Zurückgekehrte leichter integriert werden. Außerdem werden Investitionsmechanismen aufgebaut, die es der zentralamerikanischen Diaspora in den USA ermöglichen, in die Unternehmungen von RückkehrerInnen zu investieren.

Welche Wirkungen werden erwartet?
- Erhöhte Beschäftigung von teilnehmenden RückkehrerInnen
- Erhöhtes Einkommen von teilnehmenden RückkehrerInnen
- Stigmatisierung in der ansässigen Bevölkerung gegenüber RückkehrerInnen ist abgebaut aufgrund von gemeinsamer Teilnahme an Maßnahmen des Programms und/oder Sensibilisierungskampagnen
- Erhöhte soziale Kohäsion

Größe Zielgruppe und Anzahl der Teilnehmer: 
In den 16 Projektgemeinden leben ca. 100.000 RückkehrerInnen, die in den letzten Jahren zurück in ihre Heimatgemeinden gekommen sind. Von diesen sollen 8.500 Personen (davon 30% Frauen) an den Maßnahmen des Vorhabens – gemeinsam mit 2.000 ansässigen BewohnerInnen –teilnehmen (Teilnehmende insg. 10.500).

Wie werden die Teilnehmenden der Maßnahme aus der Zielgruppe ausgewählt?
Teilnehmende Gemeinden (5 Gemeinden pro Land + 1 weitere Gemeinde) wurden anhand von festgelegten Kriterien ausgewählt. Diese Kriterien sind anwendbar auf Kontrollgemeinden.
Die Programmteilnehmer werden durch die Durchführungs-NRO Swisscontact gemeinsam mit den Gemeindeverwaltungen und anderen örtlichen Organisationen ausgewählt. Weitere Informationen zum Auswahlverfahren können mit Swisscontact besprochen werden. 
Die Anzahl der Mitarbeitenden lokaler Institutionen und Organisationen, die am Programm teilnehmen, wird auf 750 geschätzt. Die Beteiligten fungieren als Mittler, über die das Projekt Verbesserung für die Zielgruppe erreicht und diese gleichzeitig politisch sowie institutionell verankert.
 

Ablauf der Projektimplementierung:

Nach vorbereitenden Aktivitäten (Bedarf- und Arbeitsmarktanalysen, Auswahl der Teilnehmenden etc.) soll die Umsetzung der Maßnahmen Mitte 2023 beginnen. Die Mittler werden im ersten Jahr der Projektumsetzung durch Beratung, Aus- und Fortbildung, Materialien und Ausstattungsgüter ihre Angebote für RückkehrerInnen verbessern. Ungefähr ab voraussichtlich Mitte 2024 wird davon ausgegangen, dass die RückkehrerInnen diese verbesserten Angebote nutzen und davon profitieren. Die Wirkungen in Zusammenhang mit dem Projektziel (erhöhtes Einkommen und mehr gesellschaftliche Teilhabe) wird zum Projektende erwartet. Es ist eine zweite Projektphase geplant, die ggfs. schon vor Ende der ersten Phase starten wird. 

Forschungsfrage:

Finden RückkehrerInnen aufgrund der Programmmaßnahmen einfacher eine Beschäftigung? Erhöhen sie damit ihr Einkommen und entwickeln Bleibeperspektiven? Außerdem sollen Veränderungen in der Gemeinde identifiziert bzw. der Zusammenhang zwischen sozialer und beruflicher Integration untersucht werden. Welche Bedeutung hat ein Zuwachs an gesellschaftlichem Zusammenhalt in der Gemeinde für die Beschäftigungssituation? Darüber hinaus interessiert die Bedeutung des Politikdialogs für die nachhaltige Verankerung der Maßnahmen. Daraus werden Rückschlüsse für die Programmkonzeption (etwa in Phase II) erhofft. Gleichermaßen werden Informationen über unerwartete und negative Wirkungen erwartet, etwa in Bezug auf mögliche Konflikte zwischen RückkehrerInnen und ansässiger Bevölkerung oder Auswirkungen auf das (fragile) Umfeld in den Gemeinden. 

Sonstiges: 

  • Wann sollen die Evaluierungsergebnisse zur Verfügung stehen?

Erste Erkenntnisse werden nach etwa 1,5 Jahren (voraussichtlich Anfang 2025) –   für die Konzeption der zweiten Phase –   erwartet. 

  • Weitere Informationen

Das Vorhaben wird in einem fragilen Kontext umgesetzt, sodass Grundsätze von Do-no-harm unbedingt in der Evaluierung beachtet werden müssen. Viele der beteiligten Institutionen verfügen über wenig Ressourcen, sodass die Evaluierung nicht zu Mehrarbeit auf ihrer Seite führen darf. Alle Unterlagen im Zusammenhang mit der Evaluierung sollten (mindestens) auf Spanisch erstellt werden, damit Ownership gewährleistet ist und die Ergebnisse von allen beteiligten Institutionen genutzt werden können. Profunde Spanischkenntnisse des Evaluierungsteams sind damit unabdingbar.

Verfügbare Daten: 

Zu Projektstart werden Baseline-Daten erhoben, u.a. um die Zielgruppe näher zu charakterisieren und ihre aktuelle Einkommenssituation zu dokumentieren. Daneben wird eine Baseline-Befragung in den Projektgemeinden durchgeführt, die die Einstellung ggü. RückkehrerInnen erfassen soll.

032: Arbeitsmobilität und gezielte Fortbildung

Sektor: Bildung; Beschäftigung, Arbeitsmobilität

Entwicklungsorganisation: KfW

Hinweis: Weitere Informationen zum Projekt können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht werden. Weitere Informationen zu diesem Projekt werden während des Match-Making-Events geteilt.

035: SME Business Training and Coaching Loops

Projektland: Benin

Projektregion: Regionen im Süden Benins und Attacora

Sektoren: Banking & Business; Industrie & Handel

Entwicklungsorganisation: GIZ

Partnerorganisationen: Industrie und Handelskammer Benin, KMU Dienstleister, KMU Ministerium

 Implementierungszeitraum: 01/2023 - 03/2025 (Beginn GIZ Projekt 04/2022)

Ziel und Hintergrund: 

Zielgruppe des SME Business Training and Coaching Loops sind kleine und mittlerer Unternehmen. Ziel ist über eine Verbesserung der Unternehmerischen Kapazitäten durch Trainings und Coachings Umsatzsteigerungen, Steuerung von Beschäftigung, Verbesserung der Beschäftigungsqualität, Zugang zu Finanzierung zu erreichen. Daneben sollen Angebote zu KMU Förderung im Land verankert und deren Qualität dauerhaft sichergestellt werden. 

Der SME Loop wurde in Sierra Leone und Benin von der GIZ entwickelt und wird mittlerweile in ca. 15 Ländern eingesetzt. Deswegen gibt es großes Interesse an Wirkungsmessung und darauf aufbauend weiterer Verbesserung des Ansatzes. In Benin wurde der Ansatz vom Grünen Innovationszentrum erfolgreich durchgeführt und das bilaterale Neuvorhaben ProPME - Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen aufgegriffen. Hierzu sind zwei Wellen a 400 KMU für die Jahre 2023 und 2024 vorgesehen. Das Grüne Innovationszentrum hat bereits Versuche eines Kontrollgruppendesigns für den Ansatz gestartet allerdings noch nicht systematisch.

Maßnahmen für RIE:

Der SME Loop besteht aus sieben Phasen. Die Umsetzung eines kompletten SME Loops dauert sechs Monate.
Die potenziellen Teilnehmer, die für den SME Loop identifiziert und vorselektiert wurden, müssen nach ihrem unternehmerischen Profil, ihrer Motivation, ihrem Trainingsbedarf und ihren Fähigkeiten bewertet werden, was die Grundlage für die letztendliche Auswahl bildet. Diese Auswahl ist zentral für den späteren Erfolg und muss sich daher streng an den definierten Kriterien halten. Im Rahmen von ProPME sollen 800 KKMU, 400 in 2023 und 400 in 2024 durch den SME Loop begleitet werden. Dazu werden Klassen von 25 KMU gebildet. Hierzu gibt es seinen Selektionsmechanismus, da KMU bestimmte Kriterien erfüllen müssen. Während dieses ersten dreitägigen Trainingskurses, der verschiedene Methoden der Erwachsenenbildung (z.B. Übungen, Rollenspiele und Diskussionen) einsetzt, erwerben die Unternehmer*innen die Grundkompetenzen und –fähigkeiten, um erfolgreiche Geschäftsführer zu sein. Der Inhalt des Trainings wird den Ergebnissen der Evaluation entsprechend ausgewählt. Erste Coaching-Phase (2 Monate): Ein Coach besucht jedes Unternehmen zweimal im Monat für zwei Monate. Zweites Training (3 Tage): Das zweite Training basiert auf dem ersten Training und der ersten Coaching-Phase. Trainer und Coach wählen die Module und Inhalte des zweiten Trainings auf der Grundlage einer Analyse der Coaching-Berichte und Unternehmensbewertung aus. Auf das zweite Training folgt eine intensive Phase von drei Coaching-Sitzungen pro Monat. Daran schließt sich die Zertifizierung an.

relevante Modulziele (weitere au Output-Ebene):
Die vom Vorhaben direkt geförderten KKMU haben 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 40 % Frauen) neu eingestellt. 
200 Beschäftigte, davon 60 Frauen, profitieren von verbesserten Arbeitsbedingungen in 1 von 4 Kategorien.
800 KKMU, die Trainings- und Coachingangebote erfolgreich absolviert haben, davon 30 % von Frauen geführt, weisen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 20 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf. 

Ablauf der Projektimplementierung:

Projektlaufzeit ist 04/2022 bis 03/2025. Die Begleitung der KMU ist in zwei Wellen a 400 KMU vorgesehen. Die Wirkungen (siehe oben, M&E System ist deutlich umfangreicher) treten bereits während der Maßnahme ein und werden monatlich gemonitort, eine Evaluierung ist ca. 2 Monate nach Beendigung eines 6-Monatszyklus sinnvoll.

Das Wellen-Design ermöglicht es im Rahmen der Selektion zu Beginn bereits KMU für die zweite Welle auszuwählen, welche während des treatment der ersten Gruppe als Kontrollgruppe dienen könnten. 

Forschungsfrage:

Welchen Anteil der Unternehmensentwicklung der begünstigten KMU lässt sich auf die Teilnahme am SME Loop zurückführen? Inwiefern kann der SME Loop folglich als wirkungsvolles Instrument empfohlen werden? Welche Anpassungen sollten am Instrument vorgenommen werden, um noch wirkungsvoller zu werden?

Sonstiges: 

  • Wann sollen die Evaluierungsergebnisse zur Verfügung stehen?

Gerne schon im Laufe der Umsetzung, Idealerweise bei der Ausgestaltung des Folgemoduls ab 2025. Aber auch andere Ländervorhaben können davon profitieren. 

  • Weitere Informationen

Verfügbare Daten: 

Es kann Zugang zu den Daten des Grünen Innovationszentrums Benin ermöglicht werden, um auf Basis dieser Lernerfahrung das Konzept zu verbessern. Als Baseline wird beim SME Loop die Erhebung der Unternehmensdaten im Rahmen der Selektion verwendet. Monitoringdaten werden monatlich erfasst, und die fertig begleiteten KMU jährlich evaluiert. 

037: Sustainable Facility Management at Public Schools in Lebanon (SUFA)

Project country: Lebanon

Project region: Lebanon

Sectors: Education, Energy, Environment, Water, Food Safety

Development organisation: GIZ

Partner organisations: Ministry of Education and Higher Education (MEHE)

Implementation period: 09/2019 - 12/2023 (possible extension till 08/2024)

Objective and background: 

On behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH is implementing the Sustainable Facility Management at Public Schools (SUFA) programme. In cooperation with the Ministry of Education and Higher Education (MEHE), the initiative aims at supporting the Lebanese public school system in its efforts to accommodate the Syrian refugee children, as well as Lebanese children amid the multilayered crisis in the country. The project combines hard and soft measures and developed an innovative digital learning solution providing access to education for more than 50.000 learners already. SUFA adopts an integrated approach through the following four outputs:

  • Facility Management: Introducing sustainable facility management practices to optimize school operations and running costs.
  • Green Schools: Reducing the school’s environmental footprint and raising environmental awareness by implementing green outdoor learning spaces and environmental conservation measures.
  • Digital Capacities: Providing a blended learning solution, tailored capacity building and hardware allowing for offline access to the Lebanese curriculum and co-curricular activities, bridging the gaps in power and internet access and physical attendance. During the pandemic more than 1500 teaching units have been developed covering all school subjects of primary and middle school (Grade 1 -10) in Arabic, French and English. An App has been developed that will be launched in October 2022.
  • Healthy Schools: Providing snacks and promoting healthy diets and habits though healthy school kiosks in collaboration with local agricultural cooperatives.

The infrastructure-related interventions are limited to the 25 project schools. Capacity building measures will be carried out at additional 75 schools, so 100 schools in total.  Since the impact of these interventions are rather at micro-level we suggest evaluate the E-Learning component.

Measures for RIE:

Online learning programs in Lebanon failed due to the lack of contextualized and curriculum-based content, slow and for many unaffordable internet connections and the lack of digital skills of learners, teachers and parents/tutors. Tabshoura provides a tailored self-learning solution that works without internet. Once the content is downloaded, users do not have to be connected to the internet anymore. All teaching units are integrated with the Lebanese curriculum and linked to the respective chapter of the schoolbook. Tabshoura is fully anonymized for data security reasons. The tool can be used inside or outside the school.  

SUFA’s E-Learning program (Output 3) consist of the following main activities:

  • development of the Digital Learning Solution Tabshoura (ongoing, 1500 teaching units have been developed in the past years in 3 languages); current users ~50.000
  • development of the corresponded App; to be launched in 10/22
  • distribution of 60.000 low-cost tablets at 100 school (25 project schools already selected) and capacity building measures at school level.

Expected impact: "Measurable and significantly improved learning outcomes of all Tabshoura users.”

  • Providing a cost-efficient learning solution that overcomes the main obstacles for education Lebanon.
  • Providing a secure and child-friendly E-Learning solution that works as a Distance Learning tool, if schools are closed, as well as a Hybrid Learning Tool if schools are (partly) operational.  

Target group & number of participants:

  • 25 schools (~14.000 students enrolled) have been selected with the political partner (main criteria: high percentage of Syrian refugees, nation-wide distribution, physical condition of the school building, etc.)
  • 75 schools (~56.000 students enrolled) will be selected (main criteria: high percentage of Syrian refugees, nation-wide distribution, etc.)
  • Additional Tabshoura users (currently 50.000) that might be enrolled at other public schools, private or semi-private schools or in- or non-formal learning providers 
  • No preference regarding the size of the target group. But focusing on school classes from the project school and be the most feasible solution.

Project implementation process:

The expected time frame for the interventions can be summarized as follows:

Digital Learning Solution Tabshoura (ongoing, 1500 teaching units have been developed in the past years in 3 languages); current users ~50.000 – status done but continuously updated.

App-Development: to be launched in 10/22

Distribution of 60.000 low-cost tablets at 100 school (25 project schools already selected) and capacity building measures at school level. The distribution of devices between October 2022 and August 2023.

Research question:

How to deal with the highly complex socio-political setup (religion, language, high discrepancy of household incomes and social status) and their impact on learners and teachers when evaluating learning outcomes of students?

Other:

- When should the evaluation results be available?

Mid 2023, preliminary results earlier (the earlier the better)

- Further information

Available data:

We can provide REI with a comprehensive excel sheet with all impact numbers achieved so far divided into the four different outputs of the project. In coordination with our partner NGO LAL, anonymized user data can be provided and even customized for the study. The partner NGO is highly interested in measuring the learning progress of all users. Data collection can be integrated in the APP that is currently been developed with the aim to create a feedback mechanism to improve teaching units and hence learning outcomes continuously. 

To Top