Georäumliche Wirkungsanalyse der Finanzierung von Schutzgebieten
Um die Frage nach der Wirkung der Schutzgebietsfinanzierungen zu beantworten, wurde analysiert, wie viel Wald heute noch auf den Schutzgebieten verbleiben würde, wenn sich die KfW und ihre Partner nicht engagiert hätten. Dazu wurden Schutzgebietsflächen in den Partnerländern Lateinamerikas, die von der KfW mitfinanziert wurden, mit anderen Waldflächen verglichen, die zum Startzeitpunkt der jeweiligen Projekte ähnliche Merkmale aufwiesen: vergleichbare Waldbedeckung, ähnlicher Trend bei der Entwaldung und Reisezeit zur nächsten Siedlung, etc. Auf der Basis von Satellitendaten lässt sich dann überprüfen, wie sich die Entwaldung in den Schutzgebieten und auf den Vergleichsflächen über die Zeit entwickelt hat. Die Ergebnisse (Stand 2024) zeigen: Zwar kam es auch in den unterstützten Schutzgebieten zu einem Rückgang der Waldfläche. Allerdings war der Verlust hier deutlich geringer als in den Vergleichsgebieten. Wendet man den Unterschied auf die gesamte Schutzgebietsfläche in Lateinamerika an, lässt sich errechnen, dass zwischen 2000 und 2021 dort insgesamt 5,1 Mio. Hektar Wald erhalten wurden. Das entspricht ungefähr der Fläche Niedersachsens.
- Sektor (OECD DAC Codes)
- Umweltschutz allgemein
- Beteiligte Organisation
- KfW Entwicklungsbank
- Länder
- Keine Angabe
- Finanzierung
- Sonstige
- Region
- Lateinamerika und Karibik
- Globalvorhaben
- Nein
- Jahr (Zeitpunkt bzw. geplanter Zeitpunkt der Endline-Erhebung)
- 2025
- Evaluierungsmethode
- Differenz-von-Differenzen, Statistisches Matching (z.B. Propensity Score Matching)
